Eine Fussbodenheizung arbeitet über viele Jahre weitgehend unbemerkt. Mit der Zeit können sich jedoch Korrosionsablagerungen, sogenannter Magnetit, im Heizungswasser bilden. Diese Schlammschicht verengt die Leitungen, verstopft Ventile und reduziert die zirkulierende Wassermenge. Die Folge: Einzelne Bodenflächen bleiben kühl und die gewünschte Raumtemperatur wird nicht mehr überall erreicht. Besonders häufig betroffen sind ältere Fussbodenheizungen mit Baujahr vor 1990. Damals wurden teilweise Rohre verbaut, die nicht sauerstoffdiffusionsdicht sind. Sauerstoff kann durch die Rohrwandung ins Heizungswasser gelangen und dort mit metallischen Bauteilen reagieren. Auch bei neueren Anlagen sind Ablagerungen möglich, beispielsweise durch sauerstoffundichte Verbindungsschläuche im Bereich der Wärmepumpe.

Typische Anzeichen sind ungleichmässig warme Böden, ein deutlich kühlerer Rücklauf, trübes oder dunkel verfärbtes Heizungswasser sowie ein steigender Energieverbrauch. Häufig wird die Heizung zunächst höher eingestellt, um die fehlende Wärme auszugleichen. Dadurch muss der Wärmeerzeuger jedoch höhere Temperaturen bereitstellen. Das erhöht nicht nur den Energieverbrauch, sondern kann langfristig auch die Fussbodenheizungsrohre und weitere Bauteile belasten.

Besteht der Verdacht auf eine Verschlammung, kann zunächst eine Probespülung durchgeführt werden. Dabei zeigt sich anhand des ausgespülten Wassers schnell, ob eine vollständige Reinigung sinnvoll ist. Anschliessend werden die Heizkreise einzeln und ohne starke Druckschläge mit Frischwasser gespült. Danach wird das System mit demineralisiertem Wasser neu befüllt.

Ergänzende Massnahmen wie Schmutzfänger, automatische Entlüfter, Schutzanoden oder Entgasungsgeräte können den Korrosionsprozess zusätzlich verlangsamen. Markus Baumgartner, Serviceleiter Heizungen, empfiehlt bei älteren Fussbodenheizungen nach rund zehn Jahren eine Probespülung oder Kontrolle.

Wird Ihre Fussbodenheizung nicht mehr überall gleichmässig warm? Gerne prüfen wir Ihr Heizsystem und beraten Sie zu den geeigneten Massnahmen.

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